Viele Menschen werden von der Angst vorm Zahnarzt geplagt. Sie fürchten sich vor den Schmerzen, die bei manchen Behandlungen unvermeidlich sind. Das flaue Gefühl im Magen ist jedoch kein Grund, eine medizinisch notwenige Zahnbehandlung herauszuzögern. Beruhigungstees, Entspannungstechniken und auf Angstpatienten spezialisierte Zahnärzte helfen, die Behandlung gut hinter sich zu bringen.

Junge Menschen haben mehr Angst

Gerade junge Menschen scheuen den Besuch beim Zahnarzt. Eine Umfrage von jameda ergab, dass 61 Prozent der unter 40-Jährigen die Zahnarztpraxis nur mit Widerwillen betreten. Von den über 60-Jährigen gehen nur noch 40 Prozent ungern zum Zahnarzt.  Der Grund für diese Scheu ist in den meisten Fällen die Angst vor den Schmerzen. Manche Patienten fühlen sich auf dem Zahnarztstuhl ausgeliefert und haben Schreckensbilder vor Augen, wenn sie die Bohrgeräusche hören.

Tief durchatmen

Regelmäßige Zahnarztbesuche sind jedoch auch für Angstpatienten unvermeidlich, wenn ihr Gebiss  gesund bleiben soll. Deshalb ist es ratsam, die Angst am Schopf zu packen und sich ihr zu stellen. Eine Verhaltenstherapie kann helfen, mit den Angstzuständen umzugehen. Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training wirken sich positiv auf die Psyche aus. Wer gelernt hat, sich in schwierigen Situationen bewusst zu entspannen, wird seiner Angst auch auf dem Zahnarztstuhl etwas entgegen zu setzen haben.

Die kleinen Helfer

Unterstützung bieten auch Kräutertees. Passionsblumenkraut und Baldrian beruhigen die angespannten Nerven und erleichtern den Umgang mit der Angst. Um etwaige Nebenwirkungen auszuschließen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, welche Kräuter für Sie die richtigen sind.
Wer die Einnahme chemischer Mittel nicht scheut, kann auch auf Schmerztabletten oder Beruhigungsmittel zurückgreifen.

Einfühlsame Zahnärzte

Ein Zahnarzt, der für die Angst seiner Patienten kein Verständnis aufbringt, macht es meist nicht leichter, die Furcht zu besiegen. Deshalb haben manche Zahnärzte spezielle Zusatzausbildungen absolviert, um gerade auf Angstpatienten professionell reagieren zu können. Sie bieten beispielsweise Hypnose an, um ihren Patienten zu helfen, sich zu entspannen. In manchen Behandlungszimmern gibt es außerdem die Möglichkeit, sich mit Musik oder Filmen abzulenken, um sich von den Bohrgeräuschen nicht ins Boxhorn jagen zu lassen.

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