Selbst angebaute Kartoffeln schmecken oftmals besser als ihre Verwandten aus dem Supermarkt. Schon deshalb lohnt es sich, zur Gartenschaufel zu greifen und ein Kartoffelbeet anzulegen. Zudem macht die Hobbygärtnerei viel Spaß und bringt ein wenig Grün ins Grau des Alltags.

Das Beet anlegen

Unbehandelte Saatkartoffeln bringen die besten Ergebnisse. Diese werden von Mitte März bis Mai gesetzt und zwischen Juli und Oktober geerntet. Die Kartoffeln wachsen besonders gut in aufgelockerter und mit Kompost angereicherter Erde. Legen Sie zunächst zehn Zentimeter tiefe Furchen an und lassen Sie etwa vierzig Zentimeter Platz zwischen den Reihen, damit die Kartoffeln bequem geerntet werden können.

Die Kartoffeln setzen

Bevor Sie die Kartoffeln setzen, müssen alle vorhandenen Keime bis auf drei entfernt werden. Achten Sie beim Einsetzen darauf, dass die Keime nach oben zeigen und die Kartoffeln jeweils einen Abstand von 30 Zentimetern zueinander haben. So können sie sich besonders gut entwickeln.
Die Kartoffeln können nun direkt mit stickstoffhaltigem Dünger versehen werden, aber auch später sollten Sie nicht vergessen zu düngen. Daraufhin werden die Kartoffeln mit Erde bedeckt, sodass sich ein kleiner Damm bildet.

Die ersten Triebe

Sobald sich die ersten Triebe zeigen, müssen Sie aktiv werden: Häufeln Sie die Erde rund um die Wurzeln kegelförmig an und wiederholen Sie dies regelmäßig. So erreicht kein Sonnenlicht die Wurzeln und die Kartoffeln werden nicht grün und giftig. Das Unkraut sollte ebenfalls regelmäßig entfernt werden, bis die Blätter der Kartoffeln groß genug sind und sich selbst gegen das Unkraut behaupten können.

Kartoffeln auf dem Balkon

Nicht jeder hat einen Garten, um das eigene Gemüse anzubauen. Aber schon ein Balkon reicht aus, um der Hobbygärtnerei nachzugehen. Für den Kartoffel-Anbau auf dem Balkon benötigen Sie einen hohen, dunklen Kunststoffkübel, der sich leicht aufheizt. Ist der Balkon nicht überdacht, können Sie kleine mehrere Löcher in den Kübel bohren, damit sich das Regenwasser nicht staut.
Nun können Sie den Kübel füllen: Kies und Blähton sollten den Boden zehn Zentimeter bedecken. Dann kommen 15 Zentimeter Blumenerde dazu. Nun können Sie drei bis vier Kartoffeln einsetzen, die feucht gehalten werden müssen. Sind die Keime dann zehn Zentimeter lang, muss Erde nachgefüllt werden, bis nur noch die Blattspitzen herausragen. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis der Kübel voll ist. So erhalten Sie mehrere Lagen mit Kartoffeln, die 100 Tage nach dem Anbau geerntet werden können. Viel Spaß beim Gärtnern!

 

Quelle:

http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartenpraxis/nutzgarten/kartoffel-anbau-auf-balkon-und-terrasse-72896

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