Manchmal dauert es nicht lange, bis Mütter an ihre Grenzen stoßen: Schreibabys, Wäscheberge und die kleinen Probleme des Alltags nähren das Gefühl, nicht mehr mit zu kommen. Doch Sie sollten rechtzeitig einen Gang herunterfahren, denn einen neue Studie belegt: Der Stress der Eltern hat negative Folgen auf die Entwicklung der Kinder.
Wenn alles zu viel ist
Das Kind schreit, der Blutdruck steigt, die Mutter fühlt sich gestresst. Kurzfristig dient Stress dazu, auf schwierige Umstände zu reagieren. Ist der Körper aber dauernd in Alarmbereitschaft, leidet langfristig die Gesundheit darunter. Dann ist es schwer, die Überforderung nicht an das Kind weiterzugeben. Eine neue Studie fand heraus: Depressive Mütter reagieren häufiger abweisend und aggressiv auf ihre Kinder. Schon kleinste Probleme erhöhen ihr Stresslevel. An Entspannung ist auch dann nicht zu denken, wenn sich die Wogen längst wieder geglättet haben. Auch überforderte Eltern können häufig nicht auf die Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen.
Gestresste Mütter, gestresste Kinder
Laut der amerikanischen Studie wirkt sich die Depression der Eltern auch negativ auf die Kinder aus. Die Kleinen sind viel reizbarer und fühlen sich schneller gestresst. Selbst wenn ein Baby noch gar nicht auf der Welt ist, kann die psychische Belastung der Eltern schon negative Folgen haben. Die Kinder haben es später schwerer: Sie können sich nicht so gut konzentrieren, tun sich mit dem Sprechen schwer und können Probleme schlechter lösen. Lernt die gestresste Mutter später, sich zu entspannen und ihrem Kind Geborgenheit und Nähe zu geben, können sich jedoch positive Entwicklungen abzeichnen.
Sich selbst und den Kindern etwas Gutes tun
Nicht nur depressive, sondern auch chronisch überlastete Mütter machen ihren Kindern das Leben schwer, auch wenn sie sich nur das Beste für die Kleinen wünschen. Deshalb müssen sich gerade Mütter, die sich schnell überlastet fühlen, genügend Auszeiten nehmen. Auch wenn sich die Wäscheberge türmen und mehrere Kinder zu versorgen sind, sollte das eigene Wohlbefinden nicht auf der Strecke bleiben. Damit tun sie letztlich auch ihren Kleinen etwas Gutes: Die Entspannung der Mutter überträgt sich auf das Kind und fördert positive Entwicklungen.
Auszeiten einplanen
Da sich solche Auszeiten in einem durchgetakteten Alltag allerdings nicht von selbst ergeben, sollten die Mütter regelmäßige Zeiten festlegen, die sie für sich nutzen können. Vielleicht kann der Partner oder eine Freundin auf die Kinder aufpassen, während die Mutter joggen geht, ein Buch liest oder Musik hört. Danach macht es wieder mehr Spaß, sich den Kleinen zu widmen.




1 Kommentar
Maryse Günther says:
Jan 12, 2012
Ich habe dazu nur einen Satz: LEICHTER GESAGT ALS GETAN!
Denn die Berge von Wàsche werden nicht weniger, der Haushalt schmeisst sich nicht von allein usw…. auch nicht nach einer “erholsamen” Pause, sofern diese denn möglich ist, weil “mutter” ja doch ständig mit den Gedanken bei Ihren Aufgaben ist.