Immer mehr Menschen verbeugen sich zum Sonnengruß, setzen sich in den Schneidersitz und singen Mantras. Aber nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder entdecken die Freude an den altindischen Körperübungen. Doch was nehmen die Kleinen aus der Yogastunde mit?
Das ist mein Körper
Während sich die Kleinen in die Froschposition begeben, ein Dreieck bilden oder wie ein Tisch stehen, nehmen sie ihren Körper intensiv wahr. Sie lernen, sich besser zu konzentrieren und ihren Geist und ihren Körper zu beherrschen. Die Übungen halten fit, tragen aber auch zur Entspannung bei.
Mehr Zuversicht
Bei einer Studie mit Grundschülern stellte sich heraus, dass die Kinder nach und nach mehr Selbstvertrauen entwickelten. Das lag wohl nicht nur an den indischen Körperübungen – doch die Yogastunde mag dazu beigetragen haben. Schließlich lernen die Kinder, an ihre Grenzen und darüber hinaus zu gehen, sich ihren Gefühlen zu öffnen und ihrer Kraft Ausdruck zu verleihen.
Vorsicht: Wellness-Falle
Kinder, die von der Hausaufgabenbetreuung zum Klavierunterricht, zur Tennisstunde und dann zum Kinderyoga gefahren werden, profitieren von der gut gemeinten Freizeitgestaltung nicht mehr. Zu viele Kurse lenken vom Wesentlichen ab: Von der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Denn die Persönlichkeit entfaltet sich gerade dann, wenn sie nicht in eine bestimmte Richtung gezwungen wird und das Kind seinen eigenen Interessen nachgehen kann.
Fazit
Yoga kann den Kindern helfen, sich zu entwickeln. Aber nur, wenn ihnen der notwendige Raum gegeben wird. Wenn sie nicht in künstlichen Welten gezwungen werden, sondern den inneren Raum mit eigenen Interessen füllen dürfen.



