Tritte, Ohrfeigen, Schläge: Zu Großmutters Zeiten war körperliche Strafe weit verbreitet. Doch Gewalt mag zwar schlechtes Benehmen schnell eindämmen, ist aber oft nur eine Möglichkeit, selbst Macht auszuüben. Solche Methoden sind heute zwar verpönt, Strafe ist manchmal aber doch notwendig. Wenn das Kind sich selbst oder andere schädigen will, müssen die Eltern eingreifen.

Sinnvoll strafen

Die Strafe sollte aber im Zusammenhang mit dem Regelverstoß stehen. Benimmt sich das Kind beispielsweise bei Tisch schlecht, kann man ihm die Nachspeise verbieten. Dann erkennt das Kind direkt den Zusammenhang zwischen der Strafe und seinem Fehlverhalten. Dafür muss vorher aber klar sein, was tabu ist. Man sollte das Kind nur dann bestrafen, wenn es bewusst gegen die Regeln verstoßen hat.

Auf das Kind eingehen

Manchmal bewirkt die Strafe jedoch das Gegenteil. In der Trotzphase kann das Kind beispielsweise extra provozieren, um sich durchzusetzen. Oder das Kind wird passiv und traut sich überhaupt nichts mehr. Weil Kinder je nach Persönlichkeit ganz verschieden sind, sollte die Strafe auf das Kind angepasst sein, um die erwünschte Wirkung zu erzielen.

Ruhe bewahren

Ist das Kind noch klein und kann sein Verhalten nicht einordnen, hilft manchmal nur, es von der Gefahrenquelle wegzutragen. Bei älteren Kindern ist es sinnvoll, die negativen Konsequenzen ihres Verhaltens aufzuzeigen. Generell gilt: Reden Sie mit Ihren Kind, erklären Sie ihm, was falsch gelaufen ist. Bevor der Wutanfall kommt, sollte man sich bewusst entspannen. Bleibt man selbst ruhig, überträgt sich das  auf das Kind. Dann lassen sich die Konflikte leichter lösen.

 

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