Immer mehr Deutsche wollen Vegetarier werden. Der Wunsch nach Tierschutz oder nach einer gesünderen, klimaeffizienteren Ernährung gehört zu den am häufigsten genannten Gründen. Aber was muss man beachten, damit die Umstellung der Ernährung gelingt, die Lust am Essen erhalten bleibt und kein Nährstoffmangel auftritt?

Was zeichnet einen Vegetarier aus?

Vegetarier verzichten auf Fleisch, das ist bekannt. Obwohl manche auch einen Kompromiss eingehen und Fisch verzehren, sind im Allgemeinen Lebensmittel, die von toten Tieren stammen, tabu. Strengere Vegetarier verzichten sogar auf Produkte, die von lebenden Tieren gewonnen werden, also auch auf Milch, Honig und Eier, wie in der Märzausgabe der Ernährungsumschau beschrieben wird.

Welcher Vegetarier-Typ sind Sie?

Nun müssen Sie noch herausfinden, welcher Vegetarier-Typ Sie gerne sein möchten. Sie finden die Tierhaltung im Allgemeinen schrecklich und möchte nicht, dass ein Tier wegen Ihnen in Gefangenschaft leben muss? Dann sind Sie wohl eher ein strenger Vegetarier, vielleicht sogar ein Veganer, der selbst auf Lederschuhe verzichtet. Wenn Sie dagegen die Umwelt nicht allzu sehr mit Ihrem Fleischkonsum belasten möchten, aber nicht auf die Weihnachtsgans verzichten können oder wollen, sind Sie wohl eher eine Art „Teilzeit-Vegetarier“. Für welche Variante Sie sich auch immer entscheiden: Alles ist erlaubt, solange Sie sich selbst treu bleiben.

Am Ball bleiben

Wenn Sie sich entschieden haben, worauf Sie verzichten wollen, müssen Sie nur noch am Ball bleiben. Und das ist gar nicht so schwer. Denken Sie einfach daran, von welchen Krankheiten Vegetarier seltener betroffen sind. Sie haben als Vegetarier ein geringeres Risiko, an Bluthochdruck, Gicht, Diabetes, Herzinfarkt, Stoffwechselstörungen und Rheuma zu erkranken. Außerdem gibt es weniger Übergewichtige unter den Pflanzenkostliebhabern.
Die leckeren vegetarischen Gerichte lassen Sie außerdem schnell vergessen, dass Sie früher so am Schnitzel hingen. Probieren Sie verschiedene Gemüsesorten aus und lernen Sie, Soja zuzubereiten.

Ernährungsgewohnheiten umstellen

Auch wenn Sie sich von nun an vegetarisch ernähren möchten, müssen Sie nicht auf den Genuss beim Essen verzichten. Vielmehr gilt es, neue Rezeptideen zu entdecken. Sie haben sich früher Leberwurst auf Ihr Brot geschmiert? Dann probieren Sie dasselbe doch mit frischer Avocado, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft. Oder sind Sie eher ein Fan von Burgern und müssen nun zusehen, wie Ihre Freunde ihren fleischlichen Gelüsten nachgehen? Dann greifen Sie auch selbst zu, allerdings zum vegetarischen Burger. Der schmeckt übrigens besser als sein Ruf: Richtig gewürzt, kommt Tofu dem Geschmack von Fleisch sehr nahe.

Den Nährstoffmangel umgehen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bestätigt, dass die vegetarische Ernährung gesund ist. Ausreichend Pflanzenkost versorgt Sie mit genügend Vitaminen, Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Mineralstoffen, die der Körper dringend braucht, um gesund zu bleiben.
Wenn Sie kein Fleisch essen, müssen Sie jedoch darauf achten, dass Sie genügend Eisen und Eiweiß aus pflanzlicher Kost zu sich nehmen. Essen Sie deshalb eisenhaltige Lebensmittel wie rote Beete, Blattgemüse oder Vollkornbrot und kombinieren Sie diese mit Vitamin C, dann kann der Körper das Eisen leichter verarbeiten. Auch eiweißhaltige Lebensmittel sollten auf den Vegetarier-Teller, beispielsweise Soja, Bohnen, Kartoffeln und Spinat. Wenn Sie zu den Vegetariern gehören, die auch auf Milch und Eier verzichten, sollten Sie auch auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12, Vitamin D und Kalzium achten. Dann müssen Sie nicht befürchten, dass Sie unter Nährstoffmangel leiden.

 

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