Eine Fraktur der Wirbelsäule verbinden viele Menschen mit einem sehr dramatischen Bild: dem Bruch der gesamten Wirbelsäule. Tatsächlich handelt es sich bei einer Wirbelsäulenfraktur jedoch “nur” um den Bruch eines einzelnen Wirbels (Wirbelbruch) und keineswegs um einen Bruch der gesamten Wirbelsäule. Diese Fraktur kommt sogar vergleichsweise häufig vor, alleine im westeuropäischen Raum schätzungsweise in mehr als 600.000 Fällen.

Welche Ursachen hat eine Fraktur der Wirbelsäule?

Der Bruch der Knochen wird im Bereich der Wirbelsäule meistens durch den sogenannten Knochenschwund, auch unter der Bezeichnung Osteoporose bekannt, verursacht. Darüber hinaus kommen als weitere Ursachen Krebserkrankungen, eine Chemo- oder anderweitige Strahlentherapie oder auch eine Überfunktion der Schilddrüse infrage. Zudem kann auch eine längerfristige Nutzung von Corticosteroiden zur Osteoporose führen und somit das Risiko einer Wirbelfraktur erhöhen.

Welche Symptome treten bei der Wirbelsäulenfraktur auf?

Das Hauptsymptom einer Fraktur der Wirbelsäule ist ein plötzlich oder auch ein chronisch auftretender Schmerz im Rückenbereich, der von den meisten Betroffenen als dumpf bezeichnet wird. Falls keine Schmerzen vorliegen oder diese nicht eindeutig zuzuordnen sind, kann auch eine Abnahme der Körpergröße auf einen Wirbelbruch hindeuten, die durch den Zusammenfall der Wirbel verursacht wird. Auch der sogenannte Witwenbuckel (Abkippen der Wirbelsäule nach vorne) kann ein Symptom eines gebrochenen Wirbels sein.

Wie kann die Fraktur der Wirbelsäule diagnostiziert werden?

Zu Beginn der Diagnostik steht eine körperliche Untersuchung des Patienten, die oftmals auch eine Prüfung der Nervenfunktionen beinhaltet. In der Regel wird eine Röntgenuntersuchung angeschlossen, da ein gebrochener Wirbel hier relativ eindeutig identifiziert werden kann. Alternativ oder ergänzend kann zudem eine Computertomographie durchgeführt werden, um Art und Ausmaß des Bruches exakt bestimmen zu können. Zudem können per Kernspintomographie eventuelle Einblutungen erfasst und beurteilt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Eine Fraktur der Wirbelsäule wird entweder auf konservative Weise oder durch einen operativen Eingriff behandelt. Die konservative Behandlung ist besonders bei relativ stabilen Brüchen und bei Frakturen möglich. Bei der konservativen Therapie steht vor allem die Beseitigung der Schmerzen im Vordergrund. Zudem können mit physiotherapeutischen Maßnahmen die Bewegung und Haltung des Patienten stabilisiert bzw. verbessert werden. Die Operation ist hingegen vor allem dann die geeignete Therapie, wenn es sich um eine instabile Fraktur handelt oder wenn Organe bzw. das Rückenmark verletzt wurden. Die Operation soll vorrangig die Stabilisierung der Wirbelsäule bewirken.

 

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